Mieterstrom-Projekt spart Energie und Geld

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(vom 30.10.2018)

GEWO und SWS nehmen PV-Anlage in Betrieb

Aktiver Klimaschutz für Speyer: (v. l.) OB Hansjörg Eger, SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring, GEWO-Chef Oliver Hanneder
Aktiver Klimaschutz für Speyer: (v. l.) OB Hansjörg Eger, SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring, GEWO-Chef Oliver Hanneder

Die Stadtwerke Speyer (SWS) sind den nächsten Schritt in Richtung Eigenstromverbrauch in einem Mietshaus gegangen. Als Partner steht diesmal die GEWO Wohnen GmbH an der Seite, die eines ihrer Wohnhäuser zur Verfügung stellte. Am 29. Oktober wurde die neue Photovoltaik-Anlage im Hermann-Löns-Weg 2 bis 4 offiziell in Betrieb genommen. Die SWS haben diese installiert und betreiben sie.

Als Standortnachfolgeprojekt bezeichnete SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring die Umsetzung. Im unmittelbar angrenzenden Rainer-Maria-Rilke-Weg war in einem GEWO-Gebäudekomplex bereits im Zuge des Forschungsprojekts mit dem japanischen Unternehmen Nedo die Zweckhaftigkeit des Mieterstroms positiv getestet worden.

„Das ist eine praktikable Antwort auf die Frage nach der Energieeinsparung“, äußerte sich Bühring überzeugt von dem Angebot. Nachweisbar können zirka 18 Tonnen CO2 pro Jahr durch den Einsatz der PV-Anlage für das 16-Parteien-Haus eingespart werden. Bei der jährlichen Erzeugung von etwa 42.000 Kilowattstunden Ökostrom werde ein Überschuss ins allgemeine Stromnetz eingespeist.

Mit Leichtigkeit sei die komplette Dachfläche gen Osten und Westen auf einer Fläche von 260 Quadratmeter mit Modulen ausgestattet worden, so Bühring. Bei GEWO-Geschäftsführer Oliver Hanneder bedankte sich der SWS-Chef für die Partnerschaft. Mit einem Entgelt wird die Wohnungsbaugesellschaft dafür entlohnt, dass sie ihre Dachfläche zur Verfügung stellt. „Uns freut es, dass wir ein Plus fürs Netz erwirtschaften können“, merkte Hanneder bezüglich der Stromproduktion durch die Photovoltaikanlage an.

58.000 Euro investierten die SWS in die Installation der Anlage im Hermann-Löns-Weg 2 bis 4. Für die Mieter bedeutet die Umstellung auf Eigenstrom einige Vorteile. Vor allem fallen bisherige Kosten wie Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben dank der neuen Energieversorgungsform weg. Diese macht mittlerweile immerhin rund 40 Prozent des Strompreises aus. Umso höher wird der Nutzen für die Mieter in dem GEWO-Haus ausfallen, denn das Gebäude wird derzeit zusätzlich energetisch modernisiert.

Oberbürgermeister Hansjörg Eger stellte den Zusammenhang des Mieterstroms mit den Energieleitlinien der Stadt Speyer her und betonte: „Das Angebot bringt uns bilanziell weiter.“ Nur durch kleine Schritte im lokalen Bereich könne der Klimawandel im Großen vorangebracht werden, sagte er und verband damit das Lob an die SWS als Dienstleister vor Ort und deren Partner. Auf weitere Objekte, in denen die Eigenstromproduktion umgesetzt werden kann, hoffte Bühring. Die GEWO Wohnen GmbH nennt insgesamt 380 Häuser ihr Eigen.

Insgesamt erbringen im Netzgebiet der SWS zurzeit installierte PV-Anlagen eine Leistung von zirka 12,94 Mio. Kilowattstunden. Davon erzeugen die unternehmenseigenen Anlagen etwa 25 Prozent.

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